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Bernhardine Triezmann

Sie ist die neue Kunstlehrerin, und sie ist eine eher schwierige Zeitgenossin. Die Kinder erkennen sofort, dass mit ihr nicht gut Kirschenessen ist. Und sie vermuten zurecht, dass sie sie triezen wird.

Fachlich ist sie eine Rakete. Ihre Einführung auf der Bühne in der Aula in der Battle mit Mister Punktschrank liest sich so: Die Kunstlehrerin nimmt ein Holzbrett mit drei großen Löchern. Aus einer Tasche holt sie drei Töpfe mit Farbe heraus: einen roten, einen blauen und einen gelben. Diese Töpfe stellt sie in das Holzbrett und nimmt das in beide Hände. Dann baut sich Frau Triezmann mit kämpferischem Gesicht vor der Staffelei auf. Und dann beginnt die Show. In einer unfassbaren Geschwindigkeit taucht sie je abwechselnd eines ihrer drei Stirnhörner in eine der drei Grundfarben. Und dann wischt sie damit über die Leinwand. Man muss schon genau hinschauen, wenn man einzelne Bewegungen erkennen will. Ihre Zunge hat sie zwischen den Lippen eingeklemmt; sie huscht unkontrolliert von einem Mundwinkel in den anderen und wieder zurück. Ihre Augen blinzeln und zucken nervös. Die Farben spritzen in alle Richtungen, und am Ende kommt die „Mona Lizzard“ heraus, ein berühmtes Gemälde.

Das hat sie also drauf, die gute Frau. Aber im zwischenmenschlichen Bereich ist sie weniger talentiert. Sie ist verkrampft und blinzelt viel. Humor ist jetzt auch nicht ihr Ding. Wer sich in der Küchenpsychologie gut auskennt, wird bei ihr zurecht eine messbare Form des Asperger-Syndroms erkennen.

Beide Lehrer – Punkschrank und Triezmann – unterrichten gemeinsam die Fächerkombination „Musenküsse“. Da können sich die Schüler ohne Notendruck ganz frei in den unterschiedlichen Kunstformen ausprobieren. Während der Punkschrank für Musik und Literatur zuständig ist, sind es bei ihr die bildenden Künste. Primär sind das natürlich die Malerei und die Bildhauerei, aber sie versucht sich auch in anderen Techniken wie Collagen, Fotografie, Kupferstich oder Lithografie.

Frau Triezmann lebt allein, und das findet sie auch vollkommen normal. Ihr Leben ist der Kunst gewidmet; ihre Schüler sollten sie also ernst nehmen.




















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