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Der Nachbarschaftsstreit

Zwischen den Echsheimern und den Dinhausenern herrscht seit ewigen Zeiten ein erbitterter Nachbarschaftsstreit. Grund dafür ist, wie oft in solchen Geschichten, eine Kleinigkeit. Und zwar ging es um den „Sonnenblumenstreit“, wie man ihn heute nennt. Damals gab es einen Wettbewerb. Und zwar sollte diejenige Stadt ausgezeichnet werden, die die größte Sonnenblume aufweisen konnte. Eigentlich also keine große Sache. Gewinner war, wer die Sonnenblume mit den meisten Kernen lieferte. Bei der Auszählung war es dann auch ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Dinhausen und Echsheim. Echsheim gewann knapp mit nur drei Kernen Vorsprung. Angeblich, das behaupten die Dinhausener heute noch, kam in einem kurzen, unbeobachteten Moment ein Vogel angeflattert. Und der soll drei Kerne der Dinhausener Sonnenblume weggepickt haben. Die Echsheimer lachen sich darüber noch heute kaputt und behaupten, dass die „Dinhaufener“ sich das nur ausgedacht haben und einfach schlechte Verlierer seien. Der Streit drohte, aus dem Ruder zu laufen. Und um ein Haar hätte es eine Massenschlägerei gegeben. Aber dann passierte es: Dann kam die Bürgermeisterin von Jurassisburg den Berg herab, auf dem diese Stadt liegt. Und sie trug eine Sonnenblume, groß wie ein Wagenrad. Die Dame lächelte freundlich, schlug vor, den albernen Streit zu beenden, und machte sich direkt wieder auf den Heimweg.

Allerdings ist der Streit alles andere als beendet. Seitdem sprechen die Echsheimer nur von „Dinhaufen“ und die Dinhausener von „Echsschleim“. Das Stadtwappen von Echsheim zeigt dann auch eine wunderschöne Sonnenblume. Und das von Dinhausen einen Vogel, der gerade dabei ist, drei Sonnenblumenkerne aufzupicken. Und wann immer die Bürger beider Städte aufeinandertreffen, liegt eine gefährliche Spannung in der Luft. Meistens sind es sportliche Wettbewerbe, die sie deswegen auch halb im Spaß, halb ernst „Feindschaftsspiele“ nennen. Es sei denn, Jurassisburg ist auch beteiligt. Dann halten „wir hier unten“, wie sich die beiden Verliererstädte dann in plötzlicher Eintracht nennen, zusammen wie Pech und Schwefel gegen „die da oben“. ­




Als sie am Ortseingangsschild von Dinhausen angekommen sind, machen sie kurz Halt. Wie alle Echsheimer, die etwas auf sich halten, zeigen sie hier kurz, was sie von ihrer ungeliebten Nachbarstadt halten. Beide nicken sich zu und sagen: „Auf Dinhaufen!“Dino spuckt einmal auf den Boden. Ricky dreht seinen Hintern zum Ortsschild und lässt einen knatternden Gruß fahren.
















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