top of page

Opa und Oma Rexkowski


Opa Rumbert und Oma Rothilde sind ... sagen wir es vorsichtig ... bemerkenswerte Leute. Sie sind die Eltern von Rotzkopf, und wenn man ihn für einen anstrengenden Proleten halten möchte, dann hat man seine Eltern nicht erlebt.


Sie sind laut und ordinär, sie benehmen sich so, wie sie wollen. Und sie kümmert es kein kleines bisschen, was andere von ihnen halten. Gesellschaftliche Umgangsformen sind ihnen abgesehen vom Allerwesentlichsten komplett fremd.


Für Rotzkopf ist es die Höchststrafe, wenn sie anreisen. Seine Eltern lassen kein gutes Haar an ihm. Sein Vater putzt ihn herunter, wo er nur kann, und er nennt ihn nur Pappkopp. Auch untereinander herrscht ein ruppiger Umgangston: Mal schreien sie sich nach Herzenslust an, und dann haut der Opa wieder der Oma auf den Hintern, und sie lacht laut kreischend auf. Ordinär eben. Wen das alles möglicherweise ein bisschen an Frank, Estelle und George Costanza erinnert: Das ist purer Zufall, ich schwöre (wen nicht: bitte unbedingt Seinfeld nachholen).


Rabiata mag ihren Schwiegervater. Er ist so herrlich anders als ihre eigenen Eltern. Die sind nämlich ziemlich vornehm, manchmal sogar etepetete. Sie sind eher wie Roberta; Rabiata fühlt sich da immer ein bisschen wie das schwarze Schaf. Irgendwie fühlt sie sich den prolligen, aber auf eine absurde Art auch herzerfrischenden Chaoten näher. Nur ihre Schwiegermutter ... die mag sie überhaupt nicht. Rabiata ist überzeugt, dass sie immer noch eifersüchtig auf sie ist.


Opa rülpst und furzt, als wenn es dafür Geld gäbe, und das hält er auch für sein gutes Recht. Ricky liebt die beiden Chaoten über alles. Immer, wenn sie zu Besuch kommen, ist es für ihn wie ein Feiertag. Nun ja, meistens ist es auch ein Feiertag. Wenn nur nicht die Sache mit den Gläsern wäre ...


Aus gegebenem Anlass (also genau genommen, wiel sie ziemlich gut geworden ist) folgt die Szene hier (Buch 5, Kap. 3): "Aber jetzt … jetzt kommt erst mal die Nummer mit den Gläsern, mit diesen riesigen, ekligen Gläsern. Er erinnert sich an sein erstes Mal, als er gesehen hat, was die beiden alten Leute mit den Gläsern anstellen. Das war echt fürchterlich.

Ricky trottet hinter seinen Großeltern die Treppe hoch. Oben im Gästezimmer fängt die Omma auch sofort an, auszupacken. Der Opa sagt: „Dann komm mal mit, wir schnappen uns jetzt das erste Glas.“ Der Opa holt aus einer der Kisten ein Glas, das ungefähr so groß ist wie ein Putzeimer. Ricky und er tragen es gemeinsam ins Badezimmer. Dort stellen sie es in die Badewanne und lassen es voll Wasser laufen. Das dauert; in der Zwischenzeit holen sie das zweite. Als das erste voll ist, greifen sie es an den vier Griffen und heben es vorsichtig aus der Wanne. Dann tragen sie es behutsam in das Gästezimmer, und dann wiederholen sie die ganze Nummer mit dem zweiten Glas.

Die Omma“, wie sie von allen genannt wird, hat dort bereits zwei frisbeescheibengroße Brausetabletten ausgepackt und bereitgelegt. Ricky sagt: „Darf ich sie reinwerfen?“ Opa und Oma nicken, und Ricky wuchtet jede dieser riesigen Brausetabletten in eines der Gläser. Und dann passiert es. Als hätten sich die Großeltern abgesprochen, nehmen sie ihre riesigen T-Rex-Gebisse aus ihren Mäulern und lassen sie in je ein Glas plumpsen. Ricky ist wie immer fasziniert von diesem ekligen Schauspiel. Er hätte ja abhauen können. Aber irgendwie muss er trotzdem hinsehen. Die Reinigungstabletten sprudeln im Glas herum.

Ricky schaut sich genau an, was da im Glas abgeht. Stück für Stück lösen sich die Fleischreste aus den Zähnen. Dicke Brocken schwimmen in den Gläsern herum."

























bilder












enge Bezugspersonen

Familienmitglieder

Tätigkeit

Charakter

Sprache

Interessen/ Fähigkeiten

Gattung

erster Auftritt

Entwicklungs-potenzial

was man sonst noch wissen muss



bottom of page