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Rabiata "Püppi" Rexkowski


Rickys Mutter ist das, was man normalerweise despektierlich als Tussi bezeichnen würde. Analog zu ihrem Mann, dem verhinderten Manta-Fahrer, ist sie ein doch ziemlich einfach gestrickter Geist. Sie ist überwiegend an ihrem Aussehen interessiert, treibt viel Sport, und ihre Haare sind ihr ein und alles.

Bereits auf der ersten Seite in Buch eins wird festgestellt, dass ihre Stimme so klingt wie ein Zug, wenn er im Bahnhof bremst. Das ist dann auch ihr prägendes Element. Wer sich in der Geschichte der Sitcoms gut auskennt, darf, was die Stimme angeht, gern an Estelle Costanza denken, die Mutter von Seinfelds bestem Freund George.

Von allen drei Rexkowskis ist Rabiata auf eine groteske Art die vernünftigste. Oft schüttelt sie genervt ihren Kopf, wenn ihre beiden Männer wieder irgendeinen Blödsinn anstellen. So wie ihre realen Entsprechungen in unserer Welt ist auch sie anderen Frauen gegenüber besonders misstrauisch. Gerade der gebildeten Fraktion rund um Frau Fino oder auch Sauriahs Mutter ist sie aus einem gewissen Selbstschutz heraus sehr kritisch gegenüber eingestellt. Frei nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ findet sie diese Frauen einfach mal doof, nicht zuletzt, weil sie davon überzeugt ist, von denen als genau das eingeschätzt zu werden.

Ihren Sohn Ricky bezeichnet sie mal als Schlumperli, mal als Schmatzipufferle … kein Kosename ist ihr zu blöd. Gemeinsam mit ihrem Mann gibt sie alles, ihrem Sohn die falschen Signale zu senden und ihn zu dem doch sehr anstrengenden Zeitgenossen zu machen, der er ist. Und gemeinsam mit ihrem Mann betreibt sie das, was Sozialwissenschaftler als proletarische Selbstausgrenzung bezeichnen: alles doof finden, das den eigenen, doch recht eingeschränkten Horizont überschreitet.

Die Rexkowskis glauben fest daran, überall ganz vorne mit dabei zu sein. Sie halten sich für große Nummern, und sie sind davon überzeugt, alles zu wissen, was sie wissen müssen. Und was sie nicht wissen, muss eigentlich auch niemand sonst wissen. Das oft sexistische Verhalten ihres Mannes und leider auch ihres Sohnes nimmt sie mit einem gewissen Desinteresse hin.

Einen Riesenkonflikt lebt Rabiata natürlich mit ihrer gebildeten, philanthropischen Schwester. Immer, wenn die zu Besuch kommt, ist Rabiata hin- und hergerissen. Zum einen freut sie sich natürlich über ihren Erfolg (muss sie ja irgendwo auch. Aber zum anderen fühlt sich auch immer auf ihre Rolle als doch recht einfache Hausfrau und Mutter reduziert. Wenn die Tante von ihren spannenden Reisen erzählt, fühlt sie sich immer als zurückgebliebenes Hausmütterchen. Das ruft ihnen ihr natürlich einen schweren Konflikt hervor, da sie sich ja normalerweise gern als Maß aller Dinge betrachtet.

Und Rabiata Rexkowski arbeitet nicht. Und da ihr Mann sich zwar als Unternehmer bezeichnet, aber offensichtlich nicht besonders erfolgreich ist, fragen wir uns nicht nur an dieser Stelle, sondern demnächst auch noch in der Geschichte, warum dies so ist, und ob man diesen Umstand nicht möglicherweise ändern kann.

enge Bezugspersonen

Familienmitglieder

Tätigkeit

Charakter

Sprache

Interessen/ Fähigkeiten

Gattung

erster Auftritt

Entwicklungs-potenzial

was man sonst noch wissen muss



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