top of page

Rotzkopf "Tiger" Rexkowski


Rotzkopf Rexkowski ist der Vater von Ricky. Er ist, so will es die Natur, seine erste Identifikationsfigur. Dummerweise taucht er absolut überhaupt nicht zum Role Model für einen kleinen Dino-Jungen in doch eher modernen Zeiten. Er ist unverschämt, oberflächlich, herablassend und grob. Er ist Sexist, verspottet Andersdenkende und ist der Inbegriff politischer Inkorrektheit. Glücklicherweise fällt er regelmäßig auf die Nase und bekommt somit für sein katastrophales Verhalten postwendend die Quittung. Vor dreißig Jahren wäre er Manta gefahren, und wenn er könnte, wäre er Schalke-Fan 😊.

Sein Beruf

Rotzkopf Rexkowski lebt ein Leben in vollkommener Selbstüberschätzung. Wo immer er mit seinen ausladenden Angeberschritten und weitab gespreizten Ärmchen auftaucht, glaubt er, an erster Stelle zu stehen. Den Satz: „Lassen Sie mich durch, ich bin Unternehmer!“ meint er tatsächlich ernst. Denn genau dafür hält er sich. Im dritten Buch klärt uns Tante Roberta allerdings auf: Für sie ist er lediglich ein Hilfsarbeiter, der nur deswegen Unternehmer ist, weil er eine Handvoll noch größerer Verlierer gefunden hat, die für ihn arbeiten. Auch wenn er sich selbst gern als Bauunternehmer darstellt, so ist er doch letztlich aufgrund seiner mangelnden Fachkenntnisse nicht mehr als ein Hilfsarbeiter, der gemeinsam mit seinen Kumpels auf dem Bau die einfachsten Aufgaben erfüllt.

Seine Hobbys

Am liebsten hängt Rotzkopf vor der Glotze ab und schaut „MediaREX“, den Teleshoppingssender für T-Rexe. Die haben sich spezialisiert auf Produkte, die den anatomischen Besonderheiten dieser Sorte Saurier gerecht werden: Sie lösen die Probleme, die auf das Missverhältnis zwischen den viel zu kurzen Ärmchen und den riesigen Köpfen zurückzuführen sind. Diese Produkte werden, so wie die Anspielungen auf die kurzen Ärmchen selbst, zu Running Gags. Beispiele dafür sind verlängerte Türklinken und Schlüssel, der „Wischi-waschi-weg-damit-Klopapier-Greifer“, eine besonders kleine Elektrogitarre, Arbeitstitel: Ulkulele (die Liste wird fortgesetzt). Ansonsten interessierte sich für junge Frauen – vorausgesetzt, sie sind blond. Dann läuft er zu alter Form auf, so glaubt er. In Wahrheit wird er natürlich über alle Maßen peinlich.

Seine Mankos

Über sein maßlos übersteigertes Ego ist alles gesagt. Ferner teilt er mit seinem Sohn die bei ihm bereits erwähnte massive Phobie vor Insekten, Spinnen, Motten und ähnlichem Krabbel- und Flatterzeugs. Das wirkt natürlich besonders lustig, wenn die selbst ernannten Killermaschinen, die vermeintlichen Könige der Saurier vor kleinen Mistkäfern oder Schnaken mit panischen Gekreische und wedelnden Ärmchen davonlaufen. Während sie jedoch bei diesem Getier lediglich die Nerven verlieren, wird es richtig dramatisch, wenn die Blut sehen. Dabei ist nicht wirklich wichtig, ob es das eigene oder das andere Leute ist … Sehen Sie frische Blutstropfen, klappen sie mehr oder weniger kommentarlos zusammen. Wohl gemerkt: das betrifft nicht ihre Nahrung! So können Sie einen herzhaften Biss in eine rohe Leber genießen. Ricky erklärt das einmal so: Seine Mutter habe zu ihm gesagt, das, was aus seiner Nahrung heraus läuft, sei kein richtiges Blut, sondern nur Tiersaft.

Seine Familie

Rotzkopf versucht mit aller Macht, aus seinen kleinen Sohn sein Ebenbild zu formen. Er versucht, ihm seine fragwürdigen Werte und Einsichten zu übertragen. Bislang scheint Ricky dies mehr oder weniger unreflektiert hingenommen zu haben. Aber durch neue Erfahrungen wird der kleine Tierrex immer kritischer. Und in schwachen Momenten deutet sich dann ein erwähnenswerter Vater-Sohn-Konflikt an. Der ist jedoch bei dem alten Rexkowski noch nicht angekommen.

In umgekehrter Rolle lebt er den jedoch seit vielen, vielen Jahrzehnten selbst. Irgendwann in gar nicht allzu ferner Zukunft werden die Großeltern unsere Bühne betreten. Und dann, wenn Rotzkopf Eltern erscheinen, wird es richtig spannend. Denn gerade der Umgang mit seinem Vater wird uns deutlich machen, warum er so geworden ist wie er ist.

Im Umgang mit seiner Frau Rabiata, die – wie PEINLICH – er Püppi und die ihn Tiger nennt, verfolgt er nicht wirklich eine klare Linie. Denn auf der einen Seite ist er massiv von ihr abhängig, und er ruft sich sehr oft zu Hilfe, wenn er an seine Grenzen stößt. Auf der anderen Seite versucht er aber, sieht vor allem in der Öffentlichkeit kleinzuhalten.

Einig sind sich beide, dass sie ein wunderbar schrilles Pärchen abgeben wollen. Er der großkotzige Prolet und sie die blonde, schrill überschminkte Blondine. Und ebenfalls stimmen beide darin überein, alles, was den eigenen, ziemlich niedrigen Tellerrand überschreitet, als wahlweise lächerlich, unwichtig oder unnötig abzutun. Beide sind Sie sicher, restlos alles zu wissen, was sie wissen müssen. Und das, was sie nicht wissen, muss eigentlich auch niemand sonst wissen. Typisch engstirniges Gedankengut.

Rotzkopfs schlimmster Alptraum

Ab Buch 3 ergänzt Rabiatas kleine Schwester und somit Rickys Tante Roberta unsere Stammbesetzung. Sie ist erfolgreiche Schriftstellerin, Intellektuelle und Kosmopolitin. Zuerst glaubt Rotzkopf, es wäre eine Pein, sie für einige Tage zu beherbergen. Aber als Roberta dann bekannt gibt, dass sie gemeinsam mit ihrem Pflanzenfresser-Gatten Professor Hyazinthus von Weidenstedt nach Echsheim zieht, ist seine persönliche Apokalypse eingetreten.

enge Bezugspersonen

Familienmitglieder

Tätigkeit

Charakter

Sprache

Interessen/ Fähigkeiten

Gattung

erster Auftritt

Entwicklungs-potenzial

was man sonst noch wissen muss



bottom of page